Employer Branding – wieder so eine Modeerscheinung?


Wieder so ein Marketing-Schlagwort?

Eine Modeerscheinung? Oder doch auch etwas Hilfreiches für unser Unternehmen?

  • – Müssen wir so viel in Recruiting, Headhunting und Personalvermittlungen investieren, um gute MitarbeiterInnen zu finden?
  • – Wo können wir noch Stellenausschreibungen schalten, um neue MitarbeiterInnen zu gewinnen?
  • – Auf welchen Berufsmesse-Ständen wollen wir nächstes Jahr vertreten sein?
  • – Wo finde ich in meinem Netzwerk weitere mögliche KandidatInnen, die gut in unser Unternehmen passen?
  • – Wieder so viel Kosten und Zeitaufwand für unsere Personalabteilung und unsere Führungskräfte, um neue MitarbeiterInnen einzuschulen?

 

Was kann Employer Branding?

Stellen Sie sich hin und wieder diese Fragen, dann wird das Stichwort „Employer Branding“ tragend. Durch gezielte Maßnahmen können mit Employer Branding

  • – Kündigungen reduziert werden.
  • – Kosten für die Suche nach MitarbeiterInnen sinken.
  • – die Motivation der MitarbeiterInnen erhöht werden.
  • – die Produktivität der MitarbeiterInnen steigen.
  • – die Nachfolge von bestimmten Positionen gesichert sein.
  • – das Know-How im Unternehmen verbleiben.
  • – Talente im Unternehmen gefunden und gefördert werden.

 

Wie gehen Sie nun weiter vor?

Was sind die nächsten Schritte, um Ihr Employer Branding zu etablieren und zu stärken?

  • – Grundlagen schaffen

Zuerst einmal gilt es sein eigenes Unternehmen zu kennen. Die Grundlagen für das Employer Branding sind zu schaffen: Wer sind wir? Was wollen wir? Wo soll das Unternehmen in 3, 5, 10 Jahren stehen? Wodurch heben wir uns vom Mitbewerb ab? Welche Botschaft möchten wir an unsere MitarbeiterInnen und künftigen MitarbeiterInnen weitergeben?

  • – Die Sichtweise der MitarbeiterInnen herausfinden

Danach setzen Sie den nächsten Schritt. Worauf bauen wir auf? Wie sehen unsere MitarbeiterInnen das Unternehmen? Dies können Sie durch eine MitarbeiterInnen-Umfrage herausfinden oder einige qualitative Interviews mit MitarbeiterInnen führen. Dann wissen Sie, wo Sie stehen. Wie sehen Sie sich und wie sehen die MitarbeiterInnen das Unternehmen? Was fehlt noch und was können Sie ändern?

  • – Infizieren Sie Ihre eigenen MitarbeiterInnen

Sie haben die Vision Ihres Unternehmens, stecken Sie auch Ihre MitarbeiterInnen damit an. Erzählen Sie die Geschichte der Unternehmensentstehung. Tragen Sie die Werte Ihres Unternehmens und den Weg den Sie vor Augen haben an Ihre Talente weiter. Machen Sie Ihre MitarbeiterInnen zu Markenbotschaftern.

  • – Gehen Sie nach draußen

Sie können über Medien die Unternehmensbotschaft weitertragen, ebenso wie Ihre MitarbeiterInnen. Nutzen Sie auch die sozialen Medien für diese Zwecke. Stimmen Sie die Medien auf Ihre potenziellen KandidatInnen ab.

  • – Planen und planen

Unabhängig davon, ob Sie nun eine Facebook-Unternehmensseite erstellen, einen Blog starten, eine Lehrlingskampagne in den Filialen eröffnen, die einzelnen Maßnahmen müssen geplant und aufeinander abgestimmt werden. Welche Artikel verfassen wir für Facebook? Welche Artikel werden geteilt und geliked? Wer schreibt wann welchen Beitrag im Blog?

  • – Wirken lassen und überprüfen

Maßnahmen in der Kommunikation sowohl nach innen als auch nach außen, zeigen nicht gleich am nächsten Tag ihre Wirkung. Die Community muss wachsen, die positiven Erfahrungen müssen weitererzählt werden. Das dauert auch etwas Zeit, dennoch ist es empfehlenswert die einzelnen Maßnahmen zu prüfen und zu adaptieren. Eventuell hat eine Maßnahme gar nicht gegriffen oder Sie finden heraus, dass sie angepasst gehört. Holen Sie sich auch wieder Feedback von Ihren MitarbeiterInnen ein.

 

Employer Branding ein Muss für alle UnternehmerInnen, um in den Zeiten des Mangels an ausgezeichneten Fachkräften bestehen zu können.

 

(c) Business&Quartier, Nicole Achleitner